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Ein gespanntes Publikum

 Das CULTIBO hat zusammen mit frabina erneut eine Veranstaltung durchgeführt.

Am Samstagnachmittag, 2. Dezember 2017, konnte Christoph Wüthrich im CULTIBO eine Gruppe von 15 Personen begrüssen. Es waren hauptsächlich Mütter mit ihren Kindern, die sich für Fragen der Erziehung in binationalen Familien oder in einem interkulturellen Umfeld interessierten. Der Leiter des Cutlibo betonte, dass auch für Väter entsprechende Angebote geschaffen werden können, falls dies gewünscht wird. Für die Kinder war im Vorraum des CULTIBO eine Betreuung eingerichtet.

 Zu Beginn stellten Esther Hubacher und El Badaoui Hafed, beide von der Beratungsstelle frabina für Frauen und Männer in binationalen Beziehungen in Bern, die Aktivitäten ihrer Organisation vor. Diese finden alle zwei Wochen abwechselnd auch in Solothurn und in Olten statt. Eltern können sich in allen Fragen der Erziehung, Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Kontakt mit den Behörden usw. an sie wenden. El Badaoui wies auf die in Bern bestehende Vätergruppe hin, die nur Männern offensteht, und nannte einige konkrete Beispiele von Diskussionspunkten: Wie sollen etwa religiöse Praktiken in der Familie gehandhabt werden? Welche Sprache soll in der Familie gesprochen werden? Wie geht man mit schulischen Problemen um? Welche Kleider soll ein Kind bei Kälte tragen? Bei der Lösung solcher Probleme steht frabina den Eltern zur Seite.

Im Anschluss daran hielt Frau Silvia Salathe vom Verein kompass, der Fachstelle für Elternbildung im Kanton Solothurn, ein Kurzreferat über den Umgang mit unterschiedlichen Wertvorstellungen. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen schilderte sie die unterschiedlichen, ja zum Teil widersprüchlichen Werte, die sie in ihrem Leben geprägt hatten. Ihre Aufzählung mündete in die Frage: Wie gehen wir mit widersprüchlichen Werten um? Die Lösung ist so schwierig wie sie einfach tönt: Unterschiedliche Wert können eine Bereicherung und Anregung darstellen. Wichtig ist es, zusammen einen "dritten" Weg zu suchen, der für die Kinder förderlich ist.

In der folgenden Gespräch wurde betont, dass niemand auf seine Identität verzichten muss, dass Unterschiedlichkeit zulässig, ja eine Bereicherung ist, dass aber auch immer wieder das Gemeinsame gesucht und betont werden muss. Wichtig ist es, respektvoll über Wertvorstellungen zu sprechen und mehr auf eine gemeinsame Lösung als aufs eigene Rechthaben hinzuarbeiten. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass selbst in der gleichen Kultur die Wertvorstellungen zwischen den Generationen recht unterschiedlich sein können. Fixfertige Lösungen gibt es keine. Der Respekt vor der anderen Kultur und das Interesse für eine gemeinsame Lösung sind aber wichtige Wegweiser. Werte verändern sich nur langsam. Das Leben und die Realität sind aber schneller. In diesem Spannungsfeld gangbare Wege zu finden, dabei wollen frabina, kompass und das CULTIBO behilflich sein.

Beim anschliessenden Apero im Höfli, dem hinteren Raum des CULTIBO, verbrachte man noch eine Weile zusammen mit den Kindern bei Getränken, Salzigem und Süssem, und ungezwungenen Gesprächen.

Text und Bilder: Theo Tschopp

 

Weiterführende Informationen:
Beratungsstelle für Frauen und männer in binationalen Beziehungen; frabinaF
Fachstelle kompass

 

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