Das Begegnungszentrum Cultibo und Pro Kultur Olten beteiligen sich mit zwei Veranstaltungen an der vom Kanton Solothurn lancierten Aktionswoche gegen Rassismus, welche vom 14. März 2016 - 21. März 2016 zum zweiten Mal durchgeführt wird, und so ein Zeichen setzt.

Vereine, Organisationen, Institutionen, Kulturveranstalter, Trägerschaften sowie Privatpersonen werden dazu aufgerufen, sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit Themen rund um das Motto „ICH und RASSISMUS?“ auseinander zu setzen.

Am 16. März stellt die Filmpremiere - „Zuhause sein, wenn‘s dunkel ist“ einen lokalen und historischen Bezug zur Rassismus-Thematik her und wirft einen kritischen Blick auf die Vergangenheit im eigenen Umfeld. Die Künstlerin Cecile Weibel erzählt in ihrem Film von einer Siedlung am Rande Oltens, die so klein ist, dass sie eigentlich gar keine ist. Durch die Nähe zum ehemaligen Gaswerk und die kohlenstaubverschmierten Gesichter der Arbeiter, bekamen die paar Häuser den Übernamen „Negerdörfli“. Der Film thematisiert einerseits weitere sogenannte „Negerdörfer“ in der Schweiz und unterschiedliche historische Erklärungsmuster für diese Benennungspraxis. Er wirft eine intersektionale Perspektive auf Rassismus und zeigt die enge Verwobenheit zu Diskriminierungen aufgrund des sozialen Status oder des Geschlechts. Auf der anderen Seite geht er Erinnerungen von (teilweise ehemaligen) BewohnerInnen der „Gösgi“ nach und versucht, dieser speziellen Umgebung zwischen Wasser und Industrie auf den Grund zu gehen. Er klärt die Frage auf, wieso die Arbeiter im Gaswerk jeden Tag eine Flasche Milch erhalten haben oder was die steile Kurve mit dem Waschmittel zu tun hatte.

In der Ausstellung „Human“ werden vom 19. März bis 3. April Werke des syrischen Künstlers Salam Ahmad gezeigt, der sich in seinen malerischen Arbeiten mit Erfahrungen von Diskriminierung und Ausgrenzung sowie der Flucht in die Schweiz auseinander. Mit seiner künstlerischen Ausdruckskraft kann Salam Ahmad unmittelbar die Eindrücke seiner Erlebnisse mitteilen, auch das, wofür es keine Worte gibt. Zentral ist hier die Sicht eines betroffenen Flüchtlings, der mit seiner künstlerischen Fähigkeit Erlebnisse und Erinnerungen visualisiert und damit zum Dialog anregt. Am 19. März um 17 Uhr wird die Ausstellung mit einem moderierten Künstlergespräch eröffnet. Am 23. März von 9.30 bis 11.30 Uhr findet zusammen mit dem Café international des Cultibo und in Anwesenheit des Künstlers eine zusätzliche Gesprächsrunde statt, welche MigrantInnen und Flüchtlinge zu Wort kommen lässt.

Filmpremiere: 16. März 2016 um 18.00 Uhr und um 20.30 Uhr im Kino Lichtspiele, Klosterplatz 20, 4600 Olten. Zwischen den beiden Vorstellungen gibt es ein Publikumsgespräch mit der Künstlerin.

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